Verschiedene Arten von Hypnose

Diese Arten von Hypnose wende ich an

Je nach Anliegen und Problem gibt es unterschiedliche Formen von Hypnose, die den zugrunde liegenden Konflikt auflösen und eine Veränderung möglich machen.

Während sich einige Methoden auf die Verhaltensänderung konzentrieren, beschäftigen sich andere vor allem mit dem Auffinden der Ursachen.

Ich greife dabei auf bewährte Methoden zurück, wie die Suggestionshypnose, die ursachenorientierte Hypnose, das Simpson Protokoll und den Yager Code.

Eine Übersicht der Hypnosearten in meiner Praxis

Suggestionshypnose

Suggestionen – also Vorschläge – werden in der Hypnose dem Hypnotisanden unterbreitet um mit Bildern und/ oder Wahrnehmungen auf dessen Unterbewusstsein einzuwirken. Damit diese Suggestionen das Unterbewusstsein erreichen und sich dort mit Handlungen und Körperreaktionen verknüpfen können, ist der Zustand leichter Trance und Entspannung wichtig.

Bekannt sind die Suggestionen aus dem Autogenen Training. Hier wird gerne mit Beispielen wie „Mein rechter Arm ist ganz schwer…“ gearbeitet. Anwendung finden Suggestionen auch in der symptomorientierten Hypnose, beispielsweise bei einer großen Aufregung vor einer mündlichen Prüfung durch Sätze wie „Ich kann jederzeit auf mein Wissen zugreifen und es präsentieren…“. Auch in der Selbsthypnose werden zieldienliche Suggestionen durch häufige Wiederholung im Unterbewusstsein verankert und somit handlungsleitend.

Wichtig bei der Auswahl und der Konstruktion der Suggestion ist die Wortwahl – wenn die Aussage nicht zum Welt- und Selbstbild des Hypnotisanden passt, tritt auch keine Wirkung ein.

Mit Suggestionen – die während der Hypnose oder als posthypnotischer Auftrag gegeben werden (z.B.  „Ab dem Moment, in dem du aus der Hypnose kommst, ist Rauchen für dich unwichtig…“), können anders als in Filmen dargestellt keine Dinge initiiert werden, die dem Hypnostisanden oder einem andern schaden.

Suggestionen sind überall im Alltag zu finden – Werbetexter sind Meister der Suggestion.

Auflösende bzw. ursachenorientierte Hypnose

Diese Hypnoseform wird auch als Regressionshypnose bezeichnet und geht auf Dave Elman zurück, der damit eine sehr effektive Methode entwickelt hat, die tief zugrundeliegenden Ursachen eines Problems zu finden und aufzulösen.

Alles, was nicht genetisch ist, wurde gelernt – das trifft auf Ängste ebenso zu, wie auf manche physische Probleme.

In der Regressionshypnose wird der Hypnotisand in einen ausreichend tiefen Trance-Zustand geführt, in dem die Natur des Unterbewusstseins genutzt wird, das anders als der bewusste Verstand keine Zeitdimension – also kein davor und danach – hat. In diesem „Zeitmeer“ der Erfahrungen dienen die Gefühle des Hypnotisanden, die mit dem Problem verbunden sind, als Orientierung. Die Suche ist dann abgeschlossen, wenn tatsächlich das erste – das auslösende Ereignis, das zu diesem Gefühl passt, gefunden ist.

Das auslösende Ereignis, das den wenigsten bewusst ist, da es meist in der ganz frühen Kindheit liegt (vor dem 6. Lebensjahr), kann aus der gegenwärtigen Sicht eine Bagatelle sein – das Baby, das der Hypnotisand damals war, hat es aber als lebensgefährlich eingeschätzt. Zu dem Zeitpunkt fehlten die Referenzerfahrungen aus dem erfolgreich absolvierten Leben. Wie weiter vorn schon erläutert, nähren sich die frühen und frühsten Ereignisse nicht selbst nach und die damalige Todesangst oder Angst verlassen zu werden wirken bei Stimulation durch bestimmte Situationen auch in der Gegenwart unvermindert.

Erst, wenn die erste zum Problem gehörige Erfahrung entkräftet und neu bewertet wurde, ist die Ursache beseitigt und das Problem existiert nicht mehr.

Beispiel Auflösen einer Flugangst:

  • Das Gefühl, das für den Klienten die Flugangst ausgemacht hat – Übelkeit, Luftnot, Beklemmung in der Brust – intensive körperliche Reaktion, wird während der Hypnose aufgerufen und wirkt wie eine Richtschnur in die Vergangenheit
  • Regression – 1. Station – gleiches Gefühl, Aufenthalt auf dem Bahnhof – weiter 2. Station – gleiches Gefühl – Schulinternat – 3. Station – Kindergarten – 4. Station dreijährig zu Hause – 5. Station einjährig unter einer schweren warmen Decke – Todesangst
  • Verändern der Erfahrung des Einjährigen durch Dialog zwischen den jungen Ich und dem Erwachsenen – Beweis, dass keine Todesgefahr bestand, anreichern der traumatischen Situation mit Ressourcen und Selbstsicherheit
  • mit dieser Veränderung erfolgt eine Altersprogression durch die o.g. Etappen um eventuell noch zur ehemaligen Flugangst gehörige Erlebnisse aufzulösen
  • progressiv wird ein künftiges Flugerlebnis simuliert – keine Reaktion – neutrales Gefühl „…wie Zugfahren“ – Ende der Hypnose, Zurück ins Hier und Jetzt
  • Rückmeldung nach dem ersten Flug: für den Hinflug war noch die eingeübte Selbsthypnose nötig – die Gewohnheit, Flugangst zu haben, war nicht gleich mit verschwunden, der Rückflug ohne daran zu denken, dass sich eigentlich Angst einstellen sollte – es  war wir Zugfahren – wie in der Progression während der Hypnose.

    (In diesem Fall: Dauer der Hypnose waren 3 Sitzungen, Dauer der Flugangst ca. 20 Jahre)

Das Simpson Protokoll und der Yager Code

Außer den klassischen Hypnoseverfahren gibt es die zwei oben benannten Besonderheiten. Bei beiden ist es überhaupt nicht erforderlich das Problem zu benennen – einzig die Bereitschaft des Klienten, dass die Veränderung wirklich geschehen soll ist die Voraussetzung. Das hat den unglaublichen Vorteil, dass zu keiner Zeit die Person des Behandlers mit in den Prozess einbezogen wird und zum anderen ist es eine sehr sanfte Methode für den Hypnotisanden – er muss sich nicht öffnen, nicht all seinen Schmerz und die vielleicht zahllosen vergeblichen Versuche, sein Problem zu lösen, darlegen.

Das ist möglich, da beide Verfahren mit dem Überbewusstsein arbeiten – also der übergeordneten Instanz. Der Instanz, aus der – wie weiter vorn beschrieben, Intuition, Bauchgefühl oder Wissen kommen, das wir nicht erklären können. Diese Instanz arbeitet immer zum besten Wohle des Menschen, hat „Zugriff“ auf alle physischen, mentalen und psychischen  Systeme des Menschen, kann Selbstheilung und Klärung von vielschichtigen Problemen voranbringen, muss aber angeleitet werden.

In der Form der Anleitung des Klienten unterscheiden sich die beiden Systeme.

Simpson Protokoll

Diese Hypnosemethode ist nach ihrer Entwicklerin Ines Simpson benannt. Sie ermöglicht durch ihre Methode den Zugang zur übergeordneten Instanz unseres Geistes, in der es möglich ist, jede Art von Problem oder Trauma höchst effektiv zu behandeln und für den Klienten große Erfolge zu erzielen. Sie hat entdeckt, dass die Ergebnisse besser und nachhaltiger sind, wenn diese Arbeit in einem sehr tiefen Hypnosezustand erfolgt.

Da es in diesem Zustand den Hypnotisanden meist nicht möglich ist, adäquat und hörbar zu antworten oder sie schlicht keine Lust dazu haben, da der Zustand sehr angenehm ist, geschieht die Kommunikation mit dem Überbewusstsein über ideomotorische Signale – praktischer Weise Fingerzeichen für ja und nein.

Der Prozess besteht aus einem variantenreichen Protokoll, das durch den Hypnotiseur abgefragt und durch den Klienten per Fingersignal beantwortet wird

Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr flexibel – wenn Hypnose das Schweizer Taschenmesser der Psychotherapie ist, ist es innerhalb der Hypnosemethoden das Simpson Protocol. Je nach Komplexität des Problems sind zwei bis fünf Sitzungen erforderlich.

Yager Code

Die Subliminaltherapie nach Dr. Yager – der Yager Code – kommt ohne Hypnose aus. Das Überbewusstsein – hier Zentrum benannt – wird durch den Therapeuten/ Berater direkt angesprochen und der Klient lässt die Antwort von Zentrum vor seinem geistigen Auge auf einer vorher installierten „Tafel“ erschienen oder antwortet mit Fingerzeichen, wenn die visuelle Vorstellungskraft nicht so ausgeprägt ist.

Das zu behandelnde Problem beinhaltet eine individuelle Anzahl von Teilen. Das sind Erfahrungen, die den Klienten im Laufe seines Lebens konditioniert und zum Problem beigetragen haben. Die Teile werden rekonditioniert und aus dem System des Klienten entfernt. Wenn alle Teile bearbeitet sind hat auch hier das Problem seine Grundlage verloren und kann als gelöst betrachtet werden.

Auch mit dieser Methode sind schnell tiefgreifende und nachhaltige Veränderungen möglich. Sie ist besonders für Klienten geeignet, die nicht in Hypnose gehen wollen oder können.

In der Regel sind auch hier 2 bis 3 Sitzungen angeraten.

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